Danke an die Penguin Random House Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar!
[Triggerwarnung: Unerfüllter Kinderwunsch]
Überraschungspaket des Lebens

Ruth wünscht sich nichts mehr als Ruhe, anzukommen und sich selbst neu zu entdecken.
Elise wünscht sich nichts mehr als ein Baby.
Als Ruth für den Sommer das Haus von Elise und Fern in Provincetown mietet, liegt ein Findelkind vor ihrer Tür. Und plötzlich muss sich die frisch pensionierte Geschäftsfrau auch ihrer eigenen Rolle als Mutter stellen.

Frauen im Mittelpunkt
„Unser Sommer in Cape Cod“ von Jamie Brenner ist ein Roman mit einer bunten Mischung an Charakteren. Im Mittelpunkt steht Ruth, die nach dem Verkauf ihres Kosmetikunternehmens nach Provincetown in Massachusetts ziehen will, einen Ort, mit dem sie Glück verbindet. Hier will sie sich zur Ruhe setzen und sich neu entdecken.
Elise und ihre Frau Fern wünschen sich ein Kind. Nach etlichen gescheiterten Versuchen scheint Fern sich ganz auf den gemeinsamen Teeladen konzentrieren zu wollen, während Elise der schmerzhafte Kinderwunsch nicht loslässt.
Jaci soll ihre Familie unterstützen, doch die junge Frau möchte viel lieber ihre eigenen Ziele verwirklichen.
Ruths Tochter Olivia weiß ganz genau wer sie ist und was sie kann. Doch ein Fehler stellt scheinbar alles in Frage.
Es braucht ein Dorf
Im Mittelpunkt steht das Findelkind. Wo kommt es her und wo soll es hin? Ist Elise nicht ohnehin genau die Mutter, die es braucht? Und wieso liegt das Bündel vor Ruths Tür? Hat sie nicht als Mutter versagt? Ist das Baby ihre Chance eines Neuanfangs? Und wo ist die leibliche Mutter?
Hinter all diesen Fragen stand für mich vor allem eines: Es braucht ein Dorf, um sich um ein Kind zu kümmern. Und so lernen wir Leser den beliebten Touristenort Provincetown am äußersten Zipfel von Cape Cod und dessen Bewohner quasi über den Verdeckrand des Kinderwagen kennen.
Du wirst „Ein Sommer in Cape Cod“ mögen, wenn
- Du Dich gerne an andere Orte träumst
- Du einen Hang zur Nostalgie hast
- Dir der Sommer gerade viel zu weit weg erscheint
- Du ein Happy End brauchst
Fazit
Ich gebe „Unser Sommer in Cape Cod“ 3 1/2 von 5 Austern. Die Geschichte ist an einigen Stellen trotz Plottwists recht vorhersehbar.
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