Über Nadja und Little Kitchen and More
In dieser Runde von „Koch mein Rezept“ habe ich mich bei Nadja von Little Kitchen and More umgesehen. Sie wohnt mit ihrer Familie in der Schweiz und bloggt seit November 2021 auf Little Kitchen and More. Nadja hat eine Ausbildung zur Bäckerung und Konditorin erfolgreich abgeschlossen, sieht sich aber eher als Bäckerin denn als Konditorin. Und das zeigt ihr Blog ganz deutlich. Es gibt herrliche Hefezöpfe, die man fast durch den Bildschirm riechen kann. Dafür gibt es sogar einen zweiten Instagram-Account Zopfhandwerk, auf dem sie Videos zum flechten der fluffigen Zöpfe zeigt. Fun Fact: In der letzten Runde von „Koch mein Rezept“ hat Nadja Muffins nach Sacher-Art nachgebacken, die es bei mir auch schon einmal gab.
Nadjas Lieblingsrezept auf ihrem Blog ist ihr Hefezopf. Der wird praktisch jedes Wochenende gebacken und das ist das einzige Rezept, das sie auswendig kann: „Der schmeckt allen und er ist genau so wie bei uns ein Hefezopf sein muss,“ sagt sie.
Zu einem richtig guten Essen gehört für Nadja, dass ihre Familie dabei ist: „Es ist schön, wenn wir zu viert am Tisch sitzen und über das Geschehene reden können. Und wir lieben Selbstgebackenes aller Art.“
In ihrer Küche will Nadja nicht auf ihre Getreidemühle und ihren Flocker verzichten, da sie so jederzeit frisch gemahlenes Vollkornmehl und frische Flocken hat. Sie sagt dazu: „Nur schon der Duft von Frisch gemahlenem Mehl ist ganz anders als im Supermarkt gekauftes. Seit ich meine Getreidemühle und meinen Flocker habe, wird viel mehr Vollkorn gegessen und es gibt mehrmals wöchentlich frisch gequetschte Haferflocken zum Müsli.“
Ihre Ziele sind ganz international: „Ich würde gerne mal die Polarlichter in Skandinavien sehen, Palermos Streetfood probieren und Marokkanisch kochen können.“ Klingt lecker, oder?

Das Rezept
Eigentlich wollte ich mich an einem kunstvoll geflochtenen Zopf versuchen, aber als ich das Rezept für das Kaffeebrot gesehen habe, war klar, was hier gebacken wird. Alternativ hätte Nadja noch einen Cappuccino-Kranz im Angebot gehabt.
Ich habe das Rezept etwas abgewandelt. Statt Kaffee habe ich gleich Espresso genommen. Nadja verwendet Haferkleie, ich habe gleich Haferflocken genommen. Sie bereitet den Teig in einem runden Gärbörbchen vor und backt im Topf – ich wollte endlich mal mein längliches Gärkörbchen ausprobieren und habe ohne Topf gebacken. Das Brot war sehr lecker und vor allem sehr rustikal, daher will ich die runde Variante im Topf unbedingt auch noch ausprobieren.
Du brauchst:
- 50 g Walnüsse
- 210 g Wasser (kalt)
- 100 g Espresso (heiss) – bei mir sind das zwei Tassen
- 460 g Vollkornweizenmehl
- 40 g Haferflocken
- 10 g Salz
- 10 g Frischhefe

So geht’s:
Die Walnüsse grob hacken – ich mache das im Thermomix (Stufe 4 für 5 Sekunden). Gib die Nüsse dann in eine kleine Schüssel und übergieße sie mit 100 g heißem Wasser. Nach 25 Minuten in einem Sieb abgießen und trocken tupfen.
Die restlichen Zutaten für etwa 8 Minuten auf Teigstufe kneten lassen. Zu einer Kugel formen und in einer Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch abgedeckt für 60 Minuten gehen lassen.
Auf einer leicht bemehlten Fläche den Teig länglich formen. Den Teigling in einem länglichen, bemehlten Gärkörbchen abgedeckt bei Raumtemperatur 45 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Ofen auf 250 Grad vorheizen. Wenn der Ofen die Temperatur erreicht hat, den Teigling auf Backpapier stürzen, nach Wunsch einschneiden und backen. Nun für 10 Minuten bei 250 Grad anbacken und dann 35-40 Minuten bei 230 Grad fertig backen.

Das Brot war bei Nadja schön, bei mir schön rustikal. 😉
Lust auf mehr Brot und Brötchen?
- Wie wäre es mit meinem schwedischen Haferbrot Grötbröd?
- Du hättest lieber noch Sommer? Dann hol Dir den mit dem tahitianischen Kokosbrot Le faraoa coco in den Backofen.
- Muss es schnell gehen? Dann brauchst Du ein irisches Sodabrot.
- Was für’s Auge? Ein Mitbringsel? Meine Focaccia kannst Du mit Blumen oder anderen Motiven verzieren.
Liebe Carina,
Dein Kaffeebrot ist richtig toll geworden und du hast es super abgewandelt. Es gefällt mir richtig gut. Ganz lieben Dank für die lieben Worte, das freut mich sehr.
Ganz liebe Grüsse aus der Schweiz,
Nadja
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