Meine persönliche Bibliothek: Bücher, die mich geprägt haben

Ich lese gern und zunehmend auch wieder mehr auf Papier. Lorena Hoormann hat zu einer Blogparade zum Thema „Ich, eine lebende Bibliothek“ eingeladen. Die Idee finde ich großartig und teile gerne einige Bücher mit Dir, die mich besonders geprägt, inspiriert oder bewegt haben.

In diesem Beitrag geht es um:

Romane

Ein Mann namens Ove von Fredrik Backman

Ein Mann namens Ove ist eine bewegende Geschichte, geschrieben mit viel Einfühlungsvermögen. Wunderbare Lektüre für die, die hinter die Fassade des ersten Eindrucks anderer schauen wollen. Fredrik Backman webt Oves Geschichte liebevoll aus Tragik und Komik gleichermaßen. Und das mit einer Hingabe und Empathie, die herzerwärmend ist. Hier liest Du meine Rezension zum Roman.

(Die schwedische Verfilmung ist besser als die amerikanische „A man called Otto“ mit Tom Hanks, das Buch natürlich besser als beide.)

The Lifeline von Libby Page

Von Libby Page hatte mich schon der erste Roman The Lido sehr berührt. Doch noch einmal mehr hat mich der zweite Teil, The Lifeline aufgewühlt. Darin geht es um Kate, eine der Protagonistinnen des ersten Teils. Kate ist Mutter geworden, doch kämpft mit postnataler Depression. Ihre Selbstzweifel, ihre Einsamkeit, ihre emotionale Achterbahn kann sicher jede Mutter gut nachfühlen. Auch die Findung der Rolle als Mutter, die erst einmal nicht ihrer gewohnten Erwerbsarbeit nachgeht, konnte ich gut nachvollziehen. Ich würde das Buch jeder frischen Mutter empfehlen, die schwarz auf weiß lesen muss, dass es okay ist, sich in der Rolle als Mutter zu hinterfragen.

Die Ladenhüterin von Sakaya Murata

„Die Ladenhüterin“ war wahrscheinlich der erste Roman einer japanischen Autorin, den ich je gelesen habe. Beginnend mit einem intensiven Einstieg, zerrte Sayaka Murata mich mit „Die Ladenhüterin“ von Anfang an direkt in die Handlung. Die Geschichte erzählt von Keiko, einer Außenseiterin. Sie arbeitet als Hilfskraft in einem Konbini, einem kleinen 24-Stunden-Gemischtwarenladen, in einem Büroviertel. Ich habe geschmunzelt, laut gelacht und innegehalten. Sayaka Muratas Beschreibungen von Geräuschen, Abläufen und Momentaufnahmen haben mich absolut in ihren Bann gezogen. Zurück bleibt die Frage danach, was eigentlich normal ist und wer das definiert. Wieviel wollen und müssen wir uns von der Gesellschaft vorschreiben lassen? Wiegt eigene Zufriedenheit schwerer als externe Erwartungen? Meine Rezension des kurzen Romans liest Du hier.

Sachbücher

Hello World von Hannah Fry

Über das Buch „Hello World“ denke ich immer wieder nach. Hannah Fry, promovierte Mathematikerin, erklärt leicht verständlich und mit Humor, was Algorithmen können und wie sie unser Leben verändern. Das Buch ist nach Lebensbereichen wie Gesundheit, Justiz oder Finanzen unterteilt. Hannah Fry beginnt jeweils mit den potenziellen Vorteilen von Algorithmen und regt dann dazu an, über die Nachteile nachzudenken. Das Buch ist schon von 2018, aber noch immer hochaktuell. Viele der Gedankengänge lassen sich auch sehr gut auf KI übertragen.

Speak German von Wolf Schneider

Wolf Schneiders Buch Handbuch des Journalismus begleitet mich seit meinem 14. Lebensjahr. Inzwischen gibt es natürlich die x-te Auflage, in der auch Social Media eine Rolle spielt. Sein Buch Speak German fand ich super, denn durch Denglish und ach so tolle Anglizismen verlieren wir oft den Bezug zwischen der vermeintlich gesendeten und der tatsächlich angekommen Botschaft. Nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist mir eine Tabelle im Buch. Diese zeigte die Ergebnisse einer Umfrage unter Menschen in Deutschland dazu, wie sie englische Claims verstehen. Spätestens bei Sat 1′ „Powered by Emotion“, das als „Kraft durch Freude“ verstanden wurde, blieb mir das Lachen im Halse stecken. Das Buch hinterfragt, ob es nicht auch einen besseren deutschen Begriff für so manches englische Wort gibt und wieso wir überhaupt so oft (schlechtes) Englisch verwenden müssen.

The Monk of Mokha von Dave Eggers

Das Buch The Monk of Mokha dreht sich um die wahre Geschichte von Mokhtar Alkhanshali, dem Sohn jemenitischer Einwanderer, der in San Francisco aufwächst. Eines Tages wird der Türsteher auf eine Statue aufmerksam und stößt so auf die jemenitische Tradition des Kaffees. Unter Einsatz seines Lebens macht er es sich zur Aufgabe den wohl besten Kaffee der Welt aus dem Jemen zu exportieren – mitten im Bürgerkrieg. Das Buch liest sich wie ein spannender Roman und es ist kaum zu glauben, dass das alles so geschehen ist.

Run for your Life von William Pullen

2017 bin ich in meiner Lieblingsbuchhandlung in meiner alten Unistadt Reading in England auf das Buch Run for Your Life gestoßen. Mich hatte das Bücherregal quasi magnetisch angezogen, sehr unwirklich. Dabei habe ich die Dynamic Running Therapy für mich entdeckt und für hilfreich befunden.

Welches Buch hat Dich nachhaltig beeindruckt? Was empfiehlst Du immer wieder? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

2 Gedanken zu “Meine persönliche Bibliothek: Bücher, die mich geprägt haben”

  1. Liebe Carina,

    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag zu meiner Blogparade!
    Da sind auch für mich einige Büchertipps dabei. Danke dafür 🙂 und ich bin sicher, würdes du deine Lebenskapitel in Bücher bringen, dann kämen ebenso spannende Titel und Geschichten heraus.

    Liebste Grüße,
    Lorena

  2. Pingback: Monatsrückblick Juni 2025: Familie, Bücher und persönliche Highlights - Coffee to stay

Schreibe einen Kommentar