Zehn ungewöhnliche deutsche Wörter und ihre Bedeutung

Die Inhalte dieses Blogbeitrags:

Tornister, der

Der Tornister ist ein Schulranzen. Als Kind der 80er habe ich bei dem Wort sofort meinen orangenen, kastigen Scout vor Augen. Das Modell gibt es übrigens schon im Deutschen Museum. [Bild: Etsy]

Karree, das

Foto von CHUTTERSNAP auf Unsplash

Der Hund muss raus? Vielleicht gehst Du mit ihm noch eine Runde ums Karree, also um den Häuserblock.

bonfortionös

Foto von Towfiqu barbhuiya auf Unsplash

Bonfortionös beschreibt etwas, das sehr großartig ist. Es ist vermutlich als Wortspiel aus den französischen Teilen bon/bonne (=gut) und fort (=stark) entstanden.

Mostrich, der

Foto von Simona Sergi auf Unsplash

Mich erinnert das Wort eher an Hausbau, weil es wie Estrich klingt. Doch Mostrich ist vielmehr ein anderer Begriff für Senf. Tatsächlich beschreibt Mostrich die Paste aus den Senfkörnern, während der Begriff Senf selbst auch das Korn meinen kann. Das Wort Mostrich geht sprachlich Hand in Hand mit seinen Cousins moutarde aus Frankreich und mustard aus England.

Küchenschnuckel, der

Foto von Old Youth auf Unsplash

Als Küchenschnuckel wird jemand bezeichnet, der in der Küche nach übrig gebliebenem Essen sucht.

Neinsilbigkeit, die

Foto von Jonathan Cooper auf Unsplash

Das Wort Neinsilbigkeit ist die Steigerung der Einsilbigkeit. Hier wird dann gar nicht gesprochen. Das Wort gilt als ausgestorben, ich finde jedoch, dass wir es dringend wieder in den aktiven Wortschatz zurückholen müssen.

Sorgensäule, die

Foto von Michael Heise auf Unsplash

Als Sorgensäule wird der Arm bezeichnet, der den sorgenvollen Kopf stützt. Ein tolles bildliches Wort, oder?

Heckenschwein, das

Foto von Tadeusz Lakota auf Unsplash

Es gibt wohl Menschen, die Igel als Heckenschwein bezeichnen. Alternativ vielleicht ein guter Begriff beim Autofahren 😉

durchmannen

Foto von Christopher Campbell auf Unsplash

Der Begriff ist mir ähnlich zuwider wie seine Bedeutung: Durchmannen sagt man, wenn man etwas mit männlichem Mut durchdringt. Dabei kommt mir spontan so mancher rückwärts gewandter Politiker in den Sinn.

kleinmeistern

Foto von Adi Goldstein auf Unsplash

Kleinmeistern ist vielleicht ein Vorgänger des mansplaining. Hierbei wird auf kleinliche Art Kritik geübt.

Hast Du ein neues Wort für Dich entdeckt? Fehlt ein toller Begriff auf der Liste? Schreib es mir gerne in die Kommentare.

3 Gedanken zu “Zehn ungewöhnliche deutsche Wörter und ihre Bedeutung

  1. Neinsilbigkeit. Ich bin da ganz bei dir!! Das sollte definitiv seinen Platz im Wortschatz wiederfinden. Tornister kenne ich auch noch, auch als Schulranzen, und dennoch gilt mein erster Gedanke heutzutage dem eher nicht mehr, wenn ich das Wort höre. Küchenschnuckel finde ich aber auch großartig! Und ich glaube bonfortinös werde ich ganz bald mal benutzen und freue mich schon auf die fragenden Blicke 🙂 Danke dir für diesen coolen Beitrag!

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