Eine Tasse Kaffee lang politisch: Monika

Im Monatsrückblick Januar hatte ich meine Interviewreihe zu politischem Engagement schon angekündigt. Heute geht es los – eine Tasse Kaffee lang mit Monika.

Das sind die Themen:

Wer ist Monika?

Ich bin eine Schwäbin in Hessen, die jetzt schon fast so lange in Hessen wohnt wie in Baden-Württemberg. Als Leseratte lese ich am liebsten querbeet fast alle Genre. Mittlerweile bin ich aber ein großer Sachbuchfan. Im Laufe der Zeit hat sich mein Leseverhalten verändert. Die Sachbücher machen ca. 70% aus. Aus Zeitgründen habe ich keinen Blog mehr. Meine Gedanken zu den Büchern findet man auf Instagram oder BlueSky.

Was war der konkrete Auslöser, der Dich dazu gebracht hat, jetzt einer Partei beizutreten?

Ich wollte eigentlich nie in eine Partei eintreten. Doch die letzten Monate waren sehr hart. Zuschauen zu müssen, was so alles passierte und sich dabei hilflos fühlen, war eine schlimme Erfahrung für mich. Als im November am Tag von Trumps Wahl die Ampelkoalition zerbrach, war ich sehr niedergeschlagen. Das war dann der letzte Tropfen, den ich gebraucht hatte, um mich für den Eintritt in eine Partei zu entscheiden. Ich wollte mitwirken!

Wie erlebst Du Deinen Einstieg in die politische Arbeit?

Kurz nach meinem Eintritt musste ich mich aus gesundheitlichen Gründen leider bremsen. Ich konnte nicht wirklich aktiv vor Ort mitmachen, wie ich es mir gewünscht hätte. Deshalb kann ich nicht so viel über die politische Arbeit berichten. Neben der Tatsache, dass ich die Partei natürlich nun auch finanziell unterstütze, versuche ich alles, was ich so sehe und wovon ich überzeugt bin, im Internet zu verbreiten und im Privaten, wenn es sich ergibt, mit Menschen darüber zu reden. Es ist nicht leicht, da die Gesprächskultur in den letzten Jahren sehr gelitten hat und ich zudem nicht sehr viel Geduld habe. 😉

Welche Herausforderungen oder Überraschungen gab es?

Eine echte Herausforderung ist, selbst alles so zu verstehen, um es auch anderen weitergeben und erklären zu können. Überrascht hat mich zu erfahren, dass einige aus meinem Umfeld, privat wie auch online, ebenfalls bei den Grünen eingetreten sind. Entweder kurz davor, zur gleichen Zeit oder kurz danach. Das hat mein positives Gefühl und meine Motivation verstärkt. Zu wissen, dass es doch einige sind, die etwas ändern wollen und in eine sehr ähnliche Richtung gehen wie ich, macht Mut.

Warum engagierst Du Dich gerade bei den Grünen?

Ich hatte es mir nicht leicht gemacht mit meiner Entscheidung. Es kamen nur drei Parteien in Frage: SPD, Bündnis90/die Grünen oder die Linke. Ich habe alle Parteiprogramme gelesen und abgeglichen, was mir wichtig ist und priorisiert. Am Ende bin ich dann bei den Grünen gelandet. Ich mag dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, das diese Partei vermittelt. Und am wichtigsten sind mir auch klimatische Ziele, die ich bis jetzt in der bedeutenden Größenordung nur bei den Grünen sehe. Ich möchte, dass meine Kinder eine Chance für ein gutes Leben haben. Ich sehe in Robert Habeck einen Kanzler, der ein Kanzler für alle werden könnte, zumindest würde er es ehrlich versuchen. Er ist bodenständig, hat Anstand und Manieren, ist kritikfähig, lösungsorientiert, realistisch und europäisch orientiert. Robert Habeck scheint ein Charakter zu sein, der auf der internationalen Bühne bestehen könnte und für den ich mich als Repräsentanten meines Landes nicht schämen müsste. Wenn ich auf die Kommunalebene schaue, engagieren sich die Grünen für viele gute Projekte in meiner Stadt. Sie machen auch nicht immer alles richtig, doch wer ist schon unfehlbar? Sobald es mir wieder besser geht, möchte ich mich auch intensiver mit meinem Ortsverband beschäftigen und einbringen.

Was möchtest Du mit Deinem Engagement bewirken?

Ich möchte meinen Kindern ein Vorbild sein, ihnen zeigen, dass man aktiv mitwirken und seinen Themen Wichtigkeit verleihen kann. Ich möchte mit anderen eine Gemeinschaft bilden, unterstützen und mich nicht mehr hilflos fühlen. Wir alle brauchen Netzwerke und eine Partei ist auch eine Möglickeit, sein eigenes Netzwerk mit Gleichgesinnten zu vergrößern. Ich möchte zeigen, dass man niemand Besonderes sein muss, um Gutes zu tun. Einfach Ärmel hochkrempeln und loslegen und Demokratie mitgestalten.

Danke für Deine Einblicke und Deinen Einsatz, liebe Monika!

Wenn Du auch etwas zu Deinem politischen Engagement erzählen magst, oder jemanden kennst, mit dem ich unbedingt sprechen sollte, schreib mir an coffee2stay.blog[@]gmail.com.

2 Gedanken zu “Eine Tasse Kaffee lang politisch: Monika

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